Q11 in Berlin – Eine Teilnehmerin berichtet

Wir stehen in einem kleinen Zimmer, über uns flackert eine alte Glühlampe bedrohlich. Alles ist ruhig. „Fühlen Sie sich unwohl? Dann können Sie sich vorstellen, wie die psychischen Foltermethoden funktioniert haben.“, sagt die Frau hinter dem Tisch, um den wir uns versammelt hatten. Im Rahmen der jĂ€hrlichen Berlinfahrt der jahrgangsbesten ZehntklĂ€ssler des vergangenen Schuljahres besuchten wir, vierundzwanzig Schüler, gemeinsam mit Frau Meyer und Frau Rauch das ehemalige Stasi-GefĂ€ngnis Hohenschönhausen. Hier erhielten wir von Edda Schönherz, einer Fernsehjournalistin, die dort selbst einmal HĂ€ftling war, eine Führung, die uns wohl allen noch lange im GedĂ€chtnis bleiben wird. Natürlich war zwischen solch eindrucksvollen Szenen, wie auch dem Besuch des Holocaust-Denkmals, stets jede Menge Zeit, um die Hauptstadt durch Sightseeing auf eigene Faust zu erkunden. Ob bei einem gemeinsamen Abendessen
im indischen Restaurant Zaika, beim Theaterbesuch im Berliner Ensemble oder bei der Besichtigung des Bundestages auf Einladung von MdB Gabriele Fograscher – die Stimmung war stets ausgelassen und ließ nie zu wünschen übrig. Die Berlinfahrer
erlebten auch so manche weitere eindrucksvolle Führungen, von denen wohl eher
wenige Touristen erzĂ€hlen können: Wir besuchten zum Beispiel den an einem früheren
Krankenhaus gelegenen Operations-Bunker aus dem zweiten Weltkrieg, in dem die stickige und bedrückende AtmosphĂ€re wohl noch immer das gleiche beklemmende Gefühl auslöst wie vor siebzig Jahren und das Deutsche Film- und Fernsehmuseum, bei dem man die Entwicklung vom Stummfilm zum heutigen Blockbuster Schritt für Schritt verfolgen konnte. Kein Wunder, dass man sich am Ende des Tages nach so vielen neuen Eindrücken nur noch auf das Hotel, das direkt am Alexanderplatz und dem Fernsehturm lag, freuen konnte. Berlin, so waren sich am Ende der Woche alle einig, ist in jedem Fall eine Reise
wert! (LM)

Gruppenbild Q11 - Berlin 2017

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